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37 Jahre mit der MN unterwegs

37 Jahre mit der MN unterwegs

Sie bereitete sich für einen Einsatz in Ägypten vor, kam dann aber nach Äthiopien und musste später wegen gesundheitlicher Probleme in die Schweiz zurückkehren. Ein Blick auf das abenteuerliche Leben von Beatrice Hauser, das mit ihrer Pensionierung in eine neue Phase tritt.

Mathias Rellstab | Lesezeit: 5 Minuten
 

Erinnern Sie sich an das Jahr 1989 – vorausgesetzt, Sie waren damals schon auf der Welt und kein Kleinkind mehr? Die friedliche Revolution in der DDR führte zur Öffnung der Grenzen mit dem Fall der Berliner Mauer. In mehreren osteuropäischen Ländern endete die kommunistische Herrschaft. Reiche brachen zusammen und machten Platz für einen Aufbruch.

Aufbruchstimmung herrschte auch bei der Mission am Nil: Die beiden „Fräuleins“ (das sagte man damals tatsächlich so) Ursula Fischer und Beatrice Hauser machten sich auf, um im Walga-Gesundheitszentrum mitzuarbeiten. Auch Äthiopien wurde damals von einem kommunistischen Regime regiert, das in seinen letzten Zügen lag. Die beiden Mitarbeiterinnen aus der Schweiz kamen also in einer äusserst unruhigen Zeit ins Land und mussten mehr als einmal um ihr Leben fürchten, etwa als betrunkene Soldaten die Klinik heimsuchten. 


Operation mit laufendem Motor

Der Fokus bei Beas Langzeiteinsatz im Walga-Gesundheitszentrum lag auf Augenbehandlungen. Das nötige Rüstzeug dazu hatte sich die ausgebildete Arztgehilfin bei Lehrgängen in Tansania und Kenia geholt. Gearbeitet wurde manchmal unter abenteuerlichen Bedingungen, wenn zum Beispiel die Energie für den Betrieb der Beleuchtung, die für eine Augenoperation zwingend nötig war, aus einem Automotor kam. Mit ihren Behandlungen konnte Bea ungezählten Patienten das Augenlicht erhalten oder sogar wiedergeben. Mindestens ebenso wichtig war ihr, mit ihrer Arbeit auf den hinzuweisen, der sich selber als „Licht der Welt“ bezeichnet und auf den sie ihr Lebensfundament baute: Jesus Christus.

 

Rückkehr in die Schweiz

Bea wurde als Mitarbeiterin der Schweizerischen Glaubensmission (SGM) nach Äthiopien ausgesandt. Als sie nach zehn Jahren aus gesundheitlichen Gründen in die Schweiz zurückkehren musste, stellte die SGM sie weiterhin für die Mission am Nil frei. Das trug dazu bei, die Heimatkosten der MN auf einem sehr tiefen Niveau zu halten.

Im Vortragsdienst fand Bea entgegen den eigenen Erwartungen ein Arbeitsfeld, in dem sie und aufblühen konnte. Gott schenkte ihr viele offene Türen. Dabei entstanden vielfältige Kontakte und Beziehungen, die teilweise bis heute Bestand haben. Ein Herzensanliegen war Bea auch die Kontaktpflege zu den zahlreichen Gebetsgruppen, die für die Arbeit der Mission am Nil unabdingbar sind.

Liebe Bea, wir danken dir für deine jahrzehntelangen hingebungsvollen Einsatz. Deine zugewandte Art, deine Empathie und dein riesiger Erfahrungsschatz werden uns fehlen. Gleichzeitig gönnen wir dir den Beginn des neuen, hoffentlich etwas ruhigeren Lebensabschnitts von Herzen und freuen uns, dass wir weiterhin in guter Verbindung bleiben.


Wie es weitergeht

Seit Ende Januar ist Bea offiziell pensioniert. Im Team der Geschäftsstelle haben Rita Haudenschild (Gebetsgruppen) und Simon Baum (Vortragskoordination) ihre Aufgaben übernommen. Darüber hinaus dürfen wir auf ehrenamtliche Helfer zählen, die uns zum Beispiel bei Besuchen in Kirchgemeinden unterstützen. Wir freuen uns auch weiterhin über Anfragen für Inputs/Vorträge im Rahmen von Gottesdiensten, Konfirmandenstunden, Seniorenanlässen und anderen Gefässen.  

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