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Überflutungen im Sudan

Überflutungen im Sudan

Schlimmstes Hochwasser seit mehr als 100 Jahren

Der Sudan erlebte vor einigen Wochen eines der schlimmsten Hochwasser aller Zeiten. In der Hauptstadt Khartum, in der sich die von der Mission am Nil unterstützte Abu Rof-Klinik befindet, stieg der Nilpegel auf 18 Meter – der höchste Stand seit Beginn der Messungen im Jahr 1902. Sogar in den Präsidentenpalast und in das Haus des Premierministers drang Wasser ein. Landesweit wurden wohl mehr als 150 000 Häuser zerstört oder schwer beschädigt, wovon etwa eine halbe Million Menschen direkt betroffen sind – genaue Zahlen gibt es nicht. Mindestens 120 Menschen kamen in den Fluten ums Leben. Die Regierung hat für drei Monate den Notstand ausgerufen.

Die von der Mission am Nil unterstützte Abu Rof-Klinik, in der vor allem Binnenflüchtlinge medizinische Hilfe erhalten, blieb vor den Fluten verschont – Gott sei Dank. Vor nicht allzu langer Zeit wurde im Quartier, in dem sich die Klinik befindet, eine Mauer entlang des Nils gebaut. Sie hat nun entscheidend dazu beigetragen, das Wasser fernzuhalten. Hätte es die Klinik erreicht, wäre die Gefahr gross gewesen, dass die schon viele Jahrzehnte alten Gebäude einstürzen. Sie sind nicht dafür ausgelegt, Belastungen standzuhalten, wie sie durch die Wassermassen entstehen.

Desolate Wirtschaftslage, Gesundheitssystem am Boden

Neben der Not, die durch die Überschwemmungen verursacht wurde, macht die desolate Wirtschaftslage den Menschen im Sudan zu schaffen. Der Wert der Landeswährung sinkt ins Bodenlose, während die Preise steigen. Betrug die Inflation im Juli 2020 noch 144 %, lag sie im August bereits bei 167 %. Zum Vergleich: In der Schweiz lag die Inflationsrate in den letzten zehn Jahren nie bei mehr als 1 %. Bereits haben zahlreiche Industriebetriebe die Produktion eingestellt, unter anderem eine wichtige Milchpulver-Fabrik.

Das ohnehin schwache Gesundheitssystem droht in der derzeitigen Lage vollends zu kollabieren. Krankheiten wie Typhus machen sich breit. Viele wichtige Medikamente lassen sich nur noch schwer beschaffen oder sind gar nicht verfügbar, wovon auch die Abu Rof-Klinik betroffen ist. Doch sind wir dankbar, dass die Klinik weiterhin geöffnet bleiben kann und so für viele Menschen in Not eine Oase der Hoffnung ist, wo ihre Nöte ernst genommen werden und sie Hilfe erfahren.

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