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Jahresfest 2020 im «Güetli»

Jahresfest 2020 im «Güetli»

Wenn das Busbillett plötzlich das doppelte kostet...

Seit kurzem gilt im öffentlichen Verkehr in der ganzen Schweiz eine Maskenpflicht. Das freut nicht alle. Was aber, wenn plötzlich das Busbillett für die Fahrt in die Stadt das doppelte kosten würden – wie gross wäre wohl dann der Aufschrei? Genau das geschah in Addis Abeba, als die äthiopische Regierung im März verfügte, im öffentlichen Verkehr dürfe nur noch die Hälfte der Plätze besetzt werden. Also verdoppelten die Betreiber der Minibusse, die für die Stadtbewohner das wichtigste Verkehrsmittel sind, kurzerhand die Preise.

Was das für die vielen Menschen bedeutet, die schon unter normalen Umständen nur knapp über die Runden kommen, berichtete Ursula Fischer am Jahresfest der Mission am Nil: Das Essen wird knapp. Denn auch die Lebensmittelpreise sind seit Beginn der Corona-Krise drastisch gestiegen. Und weil die Schulen seit Monaten geschlossen sind, entfallen die dort abgegebenen Mahlzeiten. So müssen Familien daheim viel mehr Mäuler stopfen als sonst. Darüber klagen würden die Äthiopier nicht, das sei ihnen fremd. Die Mission am Nil hilft unter anderem mit Lebensmittelpaketen.

«Rufe mich an in der Not...»

Für die Arbeit der Mission am Nil ist Corona eine riesige Herausforderung: Im Misrach Center in Addis Abeba, einem Ausbildungszentrum für Menschen mit Behinderung, sind die Aufträge massiv eingebrochen. Deshalb fehlen pro Monat mehrere zehntausend Franken in der Kasse. In dieser Not habe ihr Psalm 50,15 neue Zuversicht gegeben, so Ursula Fischer, die seit vielen Jahren in Äthiopien im Einsatz steht: «Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.» Nur mit finanzieller Überbrückungshilfe aus der Schweiz kann das Zentrum, das rund 400 Personen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz bietet, seine Arbeit weiterführen.

Dr. Emad, Leiter des Nil-Spitals in Ägypten, berichtete über seine Arbeit in der zweitärmsten Stadt Ägyptens. Das Spital ist für viele Kranke und Verletzte die einzige Anlaufstelle. Mitten in der Corona-Krise konnte dort die neue Kinderintensivstation eingeweiht werden. Das Personal setzt nicht nur seine fachlichen Kenntnisse ein, sondern betet auch viel für die Patienten.

Tabea Roth, Mitarbeiterin in der Walga-Klinik, berichtete aus der medizinischen Arbeit im ländlichen Äthiopien. Das Leitungsteam legt Wert darauf, dass jede Patientin und jeder Patient freundlich und respektvoll behandelt wird, denn: «Gerade Kranke brauchen es besonders, dass man ihnen freundliche begegnet.» Damit es gerecht zugeht, erhalten die Patienten nach der Triage eine Karte mit einer Nummer und einer bestimmten Farbe, je nach Dringleichkeit der Behandlung.

Viele Gäste trotz reduziertem Programm

Unter normalen Umständen führt die Mission am Nil immer im Juli eine mehrtägige Missionskonferenz durch. Dieses Jahr war wegen der Corona-Situation nur ein eintägiger Anlass mit Festgottesdienst und Vorträgen möglich. Die 150 Plätze waren schnell vergeben. Die gute Organisation des «Güetli»-Teams und das schöne Wetter sorgten dafür, dass der Anlass ein voller Erfolg wurde.

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